Heute geht's um die grundlegenden Funktionsweise von SEO - und dazu habe ich mir einen Experten ins Interview geholt.

Im Gespräch ist Fabian Jaeckert, der gemeinsam mit Benjamin O‘Daniel den Content Performance Podcast betreibt. Ohne Google geht fast nichts im Internet. Du brauchst eine Information, eine Anleitung, einen Liedtext - gibst einen Suchbegriff ein und  Google spuckt die Ergebnisse aus. Exakt diesen Weg, nur eben rückwärts, musst Du gedanklich von Deiner Webseite zu Deinen potentiellen Besuchern beschreiten.

Wer sucht was und wie genau?

Hier tritt direkt eine der essentiellen Schwierigkeiten der Suchmaschinenoptimierung auf. Es kann sich als äußerst schwierig erweisen, nachzuvollziehen, wie Dein Internetauftritt von außen wahrgenommen wird. Was für Dich selbstverständlich erscheint, muss für diejenigen, die Du als Besucher gewinnen willst, längst nicht so sein. Beispielsweise bei den Keywords, deren Kombination und Abwandlungen können Fehler gemacht werden. Bist Du bei einer bestimmten Phrase, die pro Tag einmal oder keinmal gesucht wird, ganz oben, bringt das wenig.
Bevor du dir extern Hilfe suchst, kannst du geeignete Tools nutzen.

Am Ursprung suchen

Wenig überraschend bietet Google mit Adwords eine sehr praktische Lösung an. Die Hürde zu Adwords besteht in der Anmeldung, der Preisgabe einer Kreditkartennummer und der darauffolgende Start einer Kampagne, die gleich wieder pausiert werden darf. Als Gegenleistung erhältst Du einen Überblick über Suchbegriffe, häufig verwendete Ergänzungen zu diesen und ein paar konkrete Zahlen für Deine Orientierung, die direkt aus der Suchmaschine selbst stammen.
Während Google beabsichtigt, auf diese Weise möglichst viele Anzeigen zu verkaufen, lässt sich diese statistische Auswertung als verlässliche Quelle sinnvoller Keywords betrachten. Lediglich den Versuch, bei den weitaus beliebtesten Suchbegriffen ganz nach oben zu gelangen, solltest Du verschieben, bis Du eine eigene SEO-Abteilung hinter Dir weißt.

Erwartungen und deren Umsetzung

Als effizient für das SEO Deiner Seite erweist sich ein weiteres Gedankenspiel – die Frage, was genau Google möchte. Geld verdienen, sicherlich! Aber das gelingt nur, wenn die präsentierten Suchergebnisse, in ihrer Qualität denen andere Suchmaschinen spürbar überlegen sind.
Ursprünglich wurde dies erreicht, indem nicht nur stumpf Keywords auf einer Seite gezählt und als Ergebnis präsentiert wurden. Stattdessen galten Links, die auf die Website wiesen, als deutlich aussagekräftiger. Jedoch eröffnen solche Kriterien Möglichkeiten der Manipulation, die von gekauften Links über unzählige Linkverzeichnisse bis zu gespiegelten Datenbanken reichen.

Google sieht alles

Deshalb deutet alles darauf hin, dass die Verweildauer auf einem Suchergebnis mittlerweile der wertvollste Indikator für die Reihenfolge auf der Google-Seite ist. Dafür müssen nicht nur Keyword und angebotener Link zusammen passen. Das Ziel, also Deine Webseite, sollte unmittelbar Interesse wecken.
Sei es ein Text, der sich nicht bereits nach dem zweiten Satz als leeres SEO-Kontrukt voller Keywords und frei von Aussagen zeigt, oder ein hörenswerter Podcast.
Google erkennt, unter anderem weil sein Betriebssystem Android und sein Browser Chrome eine Menge Daten liefern, wo viel Zeit verbracht wird und honoriert dies.

Anregungen für den Aufbau Deiner Webseite, die Bedeutung von Datenschutz für Google-Ergebnisse und weitere Einblicke in die Arbeit von Seo-Experten gibt es hier im Podcast.

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