In dieser Episode beschreibe ich die einzelnen Schritte, mit denen Du Dein WooCommerce fit für die Einzugsermächtigung machst.

Das Vertraute im Angebot

Gerade bei monatlich wiederkehrenden Gebühren erweisen sich Zahlungsmethoden wie Kreditkarte nicht als der optimale Weg. Hierfür ist insbesondere im deutschsprachigen Raum die Einzugsermächtigung, die ofiziell SEPA-Lastschrift heißt, das bevorzugte Mittel. Die Vorteile, die sich dahinter für Dich und Deine Kunden verbergen, sind es in jedem Fall wert, eine Implementierung in Angriff zu nehmen.

Die Einfachheit hat Vorrang

Unter anderem wird die Zahlung automatisch von Deiner Seite veranlasst, kein Warten mehr auf den Kunden, keine händischen Aufgaben bei Dir. Monatliche Beträge können variabel angepasst werden. Außerdem besteht für diejenigen, deren Konto belastet wird, eine Frist für den Widerspruch, die bei unautorisierten Zahlungen mehr als ein Jahr lang ist. Das bedeutet in Summe eine gewisse Sicherheit bei dem Termin für die Zahlungsanforderung und für Deine Kunden bezüglich falscher Buchungen. Weil so ein Widerspruch immer auch begründet sein muss, stellt es für beiden Seiten einen gleichsam einfachen wie sicheren Weg dar.

So funktioniert‘s

WooCommerce

WooCommerce selbst ist das solide Grundgerüst des Onlineshops. Es ist sehr modular aufgebaut, gerade der Payment-Teil selber wird durch Plugins realisiert. Eines der meist genutzen Plugins ist hier das Stripe Payment Gateway for WooCommerce. Die neueste Version 4 macht endlich die ganzen Zahlungsarten verfügbar, die Stripe, neben der klassischen Kreditkarte, mittlwerweile unterstützt:

  • Bancontact
  • Giropay
  • iDEAL
  • SEPA-Lastschrift
  • SOFORT
  • Alipay
  • WeChat Pay (Beta)

Nun ist es nicht so, dass einfach jeder bei jedem Geld abbuchen kann.

Bundesbank

Es bedarf glücklicherweise mehr als vertrauensseliger Worte. Die Bundesbank kommt ins Spiel. Hier beantragst Du unter Angabe Deines Kontos und Deiner persönlichen Daten inklusive Personalausweisnummer Deine Gläubiger-Idenifikationsnummer.

Dies ist ein elektronisches Verfahren, welches Du hier starten kannst, das überraschend unkompliziert abläuft. Danach kann das Lastschriftverfahren von Dir mit Hilfe des Stripe-Plugins verwendet werden.

Stripe

Mit der Gläubiger ID kannst Du nun in Deinem Spripe Dashboard das Verfahren aktivieren. Vorsicht! Stand Januar 2017 ist das Stripe-Interface an dieser Stelle absolut simpel. In das sich öffnende Fenster, welches Dir nicht sagt, was Du eingeben sollst, kopierst Du Deine Gläubiger ID. Dann dauert es ein bis zwei Tage. Wenn nach drei Tagen noch nichts passiert ist, frag beim Stripe-Support nach.

Der Weg des Geldes

Wenn Du nun Stripe eingerichtet hast, kannst Du das Stripe Plugin entsporechend konfigurieren. Und dann empfehle ich dringend einen Testlauf! Nicht mit den Stripe Test-Keys, sondern echt, Ende zu Ende:

  1. Du erstellst ein Produkt , welches 1€ per Lastschrift kostet.
  2. Das kaufst Du selber und bezahlst es von Deinem privaten Konto.
  3. So kannst Du den wirklichen Geldfluss auf Dein Geschäftskonto nachverfolgen

WICHTIG: Der Lauf dauert 5-7 Tage!!

Also Geduld: Ob alles funktioniert, siehst Du leider erst nach einer Woche. Ein großer Schritt für WordPress basierte Shops, wie ich finde!

 

OLAF out!